MIA-5

ICH TANZ DRAUF

Gestern Abend rockte Mia Hamburg und Hamburg rockte Mia. Die “United States of ich & du Tour 2014/15″ nimmt fahrt auf und die Fans lagen MIA im Docks zu Füßen.

Pünktlich um 20 Uhr ging es los, was mich regelrecht irritiert hatte. Ich bin es wirklich nicht gewohnt, dass ein Künstler pünktlich anfängt. Von der ersten Minute an gaben MIA 100 Prozent. Sie war unser Kapitän und stillte unser hungriges Herz. Es war ein wilder Ritt durch die Diskografie von MIA.

Das letzte Konzert, das ich von MIA besucht hatte, war 2009 in Bremen. Es war ganz anders und ich kann die Konzerte kaum miteinander vergleichen. Bei der “Willkommen im Club”-Tour gab es eher eine Show. Wenn ich mich recht entsinne, war es auch sehr durchchoreografiert. Diesmal war es eher eine Art Rockkonzert mit starken Elektro-Pop-Elementen.

Man kann MIA in keine Kategorie packen und das ist auch gut so. Denn das macht diese Konzerte so unglaublich sehens- und hörenswert.

Was hat mich besonders begeistert?

- Das Medley: Whitestripes & Eurythmics – allein diese Kombination!
– Die Herren: Ich liebe deren Solos! (Z.B. “Verfolger”) Aber bei den Konzerten sind die Stücke ohne Gesang noch viel beeindruckender.
– Die Power von Mieze: Es macht Spaß zuzusehen, mitzusingen und zu tanzen! Man kann bei den Konzerten nicht still halten.
– Der Mix aus englischen und deutschen Songtexten

DANKE für ein unglaublich tolles Konzert. Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Tour, ich werde dabei sein.

Mein Herz tanzt!

Seminar: Grundlagen Pressearbeit

Grundlagen der Pressearbeit

Volontäre in Niedersachsen durchlaufen in ihrer “Ausbildung” vier Fortbildungen. Zumindest war es in meinem Volontariat so vorgesehen. Die vier Seminare umfassten die Themen: Forschen und Ausstellen im Museum, Sammeln und Bewahren, Museumsmanagement und die Grundlagen der Pressearbeit.

In meinem letzten Seminar bei der Bundesakademie in Wolfenbüttel ging es um die Pressearbeit. Da ich seit geraumer Zeit auf dem Gebiet bereits tätig bin, ließ ich mich überraschen, was ich dort noch lernen konnte. Ich bin der Meinung, dass man nie auslernt, umso gespannter war ich, welche Aspekte mir noch nicht bekannt waren oder worauf ich bei meiner zukünftigen Arbeit stärker achten muss.

Jörn Brunotte (:beramus) leitete das hervorragende Seminar, welches mir ausgesprochen viel Spaß gemacht hat. Es war ein wunderbarer Überblick über die Pressearbeit. Oft ist die Verquickung von Marketing und Presse so stark, dass ich hin und wieder den Überblick verloren habe, was was ist. Manchmal kann man das auch gar nicht trennen, das ist ja auch ok. Aber man sollte zumindest wissen, was was ist!

“Public Relations (PR) meint die strategische Gestaltung kommunikativer Prozesse und Beziehungen zwischen Institutionen, ihren potentiellen Nutzern und der Gesellschaft, in der sie agieren.”

(Birgit Mandel: PR für Kunst und Kultur. Handbuch für Theorie und Praxis. 2012)

Für mich ist die Öffentlichkeitsarbeit in Museen eine Zwischeninstanz oder so eine Art Vermittlungsstelle. Wissenschaftliche Themen müssen auf das Wesentliche reduziert werden, hinzu kommt, dass dies in verständlicher Textform geschieht. Nicht immer ganz einfach, das gebe ich zu. Oft verstehe ich Sachen von Wissenschaftlern nicht sofort, dann muss ich 5x nachfragen. Ich selbst komme mir dann schon ganz blöd vor. Andererseits denke ich mir, es ist mein Job – im Zweifel auch blöd – nachzufragen. Erst wenn ich etwas verstanden habe, fällt es mir auch leicht, darüber zu schreiben. Ähnlich geht es mir auch bei diesem Blog. Ich könnte über so viele Ausstellungen schreiben, aber ganz oft fehlt mir zu den Ausstellungen der Zugang und dann lasse ich es. Dann empfehle ich sie lieber gar nicht.

Zugang ist auch das nächste Stichwort, das bei mir vom Seminar hängen geblieben ist. “Die Pressebereiche von Museen sollten einfach zugänglich sein”, hielt Herr Brunotte fest. Diesen Satz unterschreibe ich als Blogger auch sofort. Warum sperren Presseabteilungen ihr Material? Bei vielen Museen benötigt man ein Passwort, um an die nötigen Informationen zu kommen. Das regt vermutlich nicht nur Journalisten auf, das regt auch mich als Blogger auf! Mehrfach wollte ich schon Bildmaterial von Museen verwenden (auch brav mit allen Angaben und einer positiven Berichterstattung), aber ich muss mich immer erst anmelden, meine Daten rübersenden und dann entscheidet die Presseabteilung, ob ich den Zugang bekomme. Dieser ganze Datenschutz- und Sammelwahn und diese vermeintliche Kontrolle… Wer da dran will, kommt auch an die Daten. Wozu dann bitte diese Sperren und unnötigen Hindernisse? Spontan würden mir locker fünf Museen einfallen, wo ich mich extra anmelden muss. Ich muss sagen, ich hab da keine Lust mehr drauf. Denn jedes mal wenn ich das getan habe, bekomme ich hinterher Einladungen zugeschickt oder Informationen mit der Bitte um Veröffentlichung. Außerdem kommt hinzu, dass ich damit so viel Zeit vertrödel, darauf habe ich gar keine Lust mehr. Ich habe für mich beschlossen, zukünftig dann keine Fotos mehr zu verwenden. Schade eigentlich.

Wie Ihr merkt, das Thema hat mich bewegt bzw. bewegt es mich noch immer. Manchmal bewirkt man mit ganz kleinen Sachen auch Zugang und Transparenz. ;)

Danke für die volle Ladung an Input in der Bundesakademie Wolfenbüttel! Es waren viele Sachen dabei, die ich mir groß auf meine to-do-Liste schreibe und bereits vereinzelt umsetzen konnte.