Sie erobern die Welt: Die Minions

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Heute ist es endlich so weit: Filmstart für die Minions. Die kleinen gelben Tictacs haben ihren eigenen Film bekommen und sind auf er Suche nach dem Superschurken, den sie verehren können. Die Werbung für den Film läuft seit Monaten massiv an.

Ihren Höhepunkt fand sie vermutlich in Berlin am Mehringdamm, ich meine natürlich am #Miniondamm. Eine gesamte Haltestelle wurde dort mit Minion-Werbung versehen. Im Vergleich zur “Grünen Hölle” in Hamburg war es dort ein wahrer Augenschmaus. (In Hamburg war letzten Dezember der gesamte Jungfernstieg mit grüner Werbung plakatiert. Die Werbung war wirklich schrecklich, kein Witz, kein Schmunzeln, nur grün. Über die Firma spreche ich hier jetzt auch nicht, weil mich die Werbung richtig aufgeregt hat.) In Berlin hingegen hat mir die Werbung Spaß gemacht, das “Minion Museum of Art” war natürlich der Höhepunkt und ließ mein Museumsherz höher schlagen. Andere Menschen sahen das alles ein wenig anders, ich schnappte Sätze auf wie “Das ist doch hier die reinste Gehirnwäsche.” Ja, das mag wohl stimmen, wenn man täglich dort aus- und einsteigt. Dann sieht man sich vermutlich schnell satt.

Aber wie ist nun der Film? Ich gebe zu, die Erwartungen sind hoch: Lustige Trailer und umfangreiche Werbung schüren die Vorfreude (selbst auf meinen Bananen hab ich Minion-Aufkleber entdeckt, es gibt Minion Tic Tacs, umgestaltete Schuhe und noch vieles mehr). Aber meistens wird man dann doch enttäuscht. Heute morgen habe ich schon zwei Kritiken gehört und beide fielen eher mäßig aus.

Soll ich nun reingehen oder nicht? Habt Ihr den Film gesehen? Lohnt es sich? (Endlich stelle ich diese Frage auch mal. ;)) Ich bin schon auf morgen gespannt, wenn die ersten den Film gesehen haben.

Die Produktwelt der Minions

 

tic tac und die Minions  Foto: Kimberley Borgstedt

tic tac und die Minions
Foto: Kimberley Borgstedt

Minion tic tacs Foto: Kimberley Borstedt

Minion tic tacs
Foto: Kimberley Borstedt

Die Geschichte der Minions

 

Minion Museum of Art

 

Selfie Station an der U-Bahn Haltestelle

 
Selfie Time

Selfie Time

Die Vertreibung aus dem Paradies | #kbreise15

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Botanik, Zoologie, Malerei, Medizin – Karoline Luise von Baden (1723-1783) interessierte sich für viele Themen. Aber nicht nur ihre Interessen machen sie zu einer außergewöhnlichen Frau, sie stand im Austausch mit Voltaire, stellte Fragen, malte und musizierte selbst, machte in ihrem Laboratorium Experimente und hätte sie heute gelebt, wäre sie wohl eine „Social Media Expertin“ gewesen.

Jean-Étienne Liotard Prinzession Karoline Luise von Hessen-Darmstadt, 1745 © Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Jean-Étienne Liotard
Prinzession Karoline Luise von Hessen-Darmstadt, 1745
© Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Aber Karoline wurde 1723 in Darmstadt geboren, war die Tochter des Landgrafen Ludwig VIII. von Hessen-Darmstadt und wurde erst durch ihre Heirat mit dem Markgrafen Karl Friedrich von Baden-Durlach Markgräfin von Baden.

Geschichtlicher Hintergrund

Markgraf Karl III. Wilhelm von Baden-Durlach (1679-1738) gründete 1715 (!) Karlsruhe. Damit die Stadt möglichst schnell wuchs, erteilte Karl Wilhelm einen Gnadenbrief, der beinhaltete Privilegien für die Bürger. Nach vier Jahren wohnten bereits 2000 Menschen in der Fächerstadt. Aber Karl Wilhelm war absoluter Herrscher, das darf man nicht vergessen. Er bekam zwei Söhne und eine Tochter. Der erst Sohn starb bereits mit elf Jahren. Erbprinz von Baden-Durlach wurde Friedrich von Baden-Durlach (1703-1732). Da er aber ebenfalls vor seinem Vater starb, war sein Sohn Karl Friedrich von Baden (1728-1811) Nachfolger und Markgraf von Baden-Durlach. Kurz: Opa und Enkel haben die Stadt Karlsruhe aufgebaut. 1746 übernahm der Engel die Regierung der jungen Stadt. Er warb 1749 um die Hand von Karoline Luise von Hessen-Darmstadt. Die Ehe wurde 1751 vollzogen.

Karoline, auch die Hessische Minerva genannt, lebte auf dem Schloss, das damals ein wenig anders aussah als heute. Die Räumlichkeiten waren klar aufgeteilt. Zu ihren Gemächern gehörten u. a. ihr eingerichtetes Laboratorium und ihr Atelier. Denn um zu verstehen und zu begreifen, wie Kunstwerke entstehen, malte sie selbst und sie war unfassbar gut! Ich hätte vermutlich das Original nicht von der Kopie unterscheiden können. Lernprozesse setzen schneller ein, wenn man Sachen selber macht – und Karoline machte vieles selbst, so kopierte sie Werke, wie es viele zur damaligen Zeit taten.

Ihre Kunstsammlung ist meisterlich. Daran besteht kein Zweifel. Rembrandt, Vernet, Chardin, Anthonis van Dyck, van der Werff oder Willem van de Velde gehören zu den namhaften Künstlern, die in ihrer Sammlung vertreten sind. „Der gebildeten, aufgeklärten und überaus aktiven Markgräfin, […], ist es zu verdanken, dass die Stadt Karlsruhe schon fünfzig Jahre nach ihrer Gründung europaweit als ein Ort der Wissenschaften und Künste anerkannt war“, heißt es im Faltblatt der Kunsthalle Karlsruhe.

Die weit bekannte Sammlung fand Beachtung. So machte sich Karl Lang auf den Weg nach Karlsruhe, um das “Mahlerey-Cabinet” zu bewundern. Er beschreibt sehr detailliert seinen Besuch in Form eines Aufsatzes*. Unter anderem kommt er auf das Werk von Adriaen van der Werff (1659-1722) zu sprechen, der wohl einer der begehrtesten Maler des 18. Jahrhunderts war. Was er zu diesem Werk gesagt hat: Hört selbst rein! (Ein Auszug)

In dem Augenblick, in dem der Betrachter endlich das gesamte Werk erblickt, nachdem der grüne Vorhang zur Seite geschoben wurde, verharrt man. Man erkundet jeden Zentimeter des Gemäldes, versucht alles zu erkennen und aufzunehmen. Mimik, Gestik, Ursache der Angst, ich versuchte das Gemälde zu ergründen. Von Gleichgültigkeit kann ich nicht sprechen, als ich vorsichtig den grünen seidenen Vorhang wieder fallen ließ. Was meint Ihr? Könnt Ihr von Gleichgültigkeit bei solch einem Werk sprechen? Berührt es Euch?

Die Inszenierung mit dem grünen Vorhang von Karoline scheint gelungen! Warum ist ausgerechnet dieses Werk hinter einem Vorhang versteckt? War es ihr Lieblingswerk? Das Bild ist weder anstößig, noch muss es wegen starken Lichteinfalls geschützt werden. Sie wollte tatsächlich Spannung aufbauen. Ich finde, es ist ihr gelungen.

Adriaen van der Werff Die Vertreibung aus dem Paradies um 1700 Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Adriaen van der Werff
Die Vertreibung aus dem Paradies um 1700
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe zeigt bis zum 6. September 2015 die meisterliche Sammlung von Karoline Luise von Baden. Mich hat in erster Linie die Frau und ihre Geschichte beeindruckt, da ich zuvor noch nichts von dieser Frauenpower gehört habe!

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Hans-Thoma-Straße 2-6
76133 Karlsruhe

Die Meister-Sammlerin
Karoline Luise von Baden
Große Landesausstellung Baden-Württemberg
30.05. 2015 – 06.09.2015

Eintritt
Regulär € 12
Ermäßigt € 9
Schüler € 3
Familien € 24

Öffnungszeiten
Di – So, 10 – 18 Uhr
montags geschlossen

*”Kunstbemerkungen in Karlsruhe an einen Kunstfreund (1790)” in der Zeitschrift “Museum für Künstler und für Kunstliebhaber”

Die Reise nach Karlsruhe und Basel sowie die Ausstellungsbesuche, Rundgänge und Führungen wurden von der KTG Karlsruher Tourismus GmbH, der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe und Basel Tourismus organisiert und finanziert. Die Bloggerreise #kbreise15 fand vom 5.-7. Juni 2015 statt.

Alle “oooohhh” und ich “hääää?” – Marlene Dumas bei der #kbreise15

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Wie Ihr sicherlich alle mitbekommen habt, war unsere Bloggergruppe im Rahmen der #kbreise15 auch in der Ausstellung „Marlene Dumas“ in der Fondation Beyeler. Nun, ich gebe zu, ich habe mich mit der Ausstellung sehr schwer getan und einfach keinen Zugang gefunden.

Fondation Beyeler

Fondation Beyeler

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Was ist Augmented Reality? | #kbreise15

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Immer häufiger höre ich diesen Begriff. Zuerst begriff ich nur Bahnhof. Wovon sprechen die Menschen? Wie heißt das? Wie wird das geschrieben? Dann denke ich immer an meine Oma, die mich auch nicht versteht und mir sagt: Sprich doch mal deutsch mit mir! Wovon sprichst du? Recht hat sie. Ganz oft sitze ich auch mit einem Fragezeichen in irgendwelchen Sessions bei Barcamps oder Tagungen. Normalerweise gucke ich bei Tanja Neumann ins Glossar und lese Begriffe nach, aber dazu habe ich bei ihr noch nichts gefunden (kommt bestimmt noch).

Guck mal - die Stadtgeist App von Karlsruhe

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Bühnenreif

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Die Bühne rockt. Ja, nicht nur Museen sind schön, auch Theaterstücke, Opern, Ballettaufführungen und Kabaretts haben ihren Reiz. Über “Er ist wieder da” im Altonaer Theater habe ich bereits berichtet. Viele andere Stücke fanden bislang in diesem Blog noch gar keine Erwähnung, weil es einfach viel zu viel ist und ich tatsächlich mit dem Schreiben nicht immer hinterher komme.

Die Italienerin in Algier Hamburger Kammeroper - Allee Theater Foto: Joachim Flügel

Die Italienerin in Algier
Hamburger Kammeroper – Allee Theater
Foto: Joachim Flügel


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