Ausstellungstipps für Dezember 2016

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Am Wochenende ist der erste Advent und viele reisen dann umher, schauen sich in den kleinen und großen Städten die schönen Weihnachtsmärkte an und verbinden den ein oder anderen Ausflug mit einem Museumsbesuch. Ich mache das durchaus sehr gern. In diesem Beitrag geht es um Ausstellungen, die mir ins Auge gefallen sind und die wirklich interessant klingen.

Emil Nolde trifft Paula Modersohn-Becker
bis 29.1.2017 in Bremen
Museen Böttcherstrasse

Zum ersten Mal nach ihrer Begegnung in Paris, treffen Emil Nolde und Paula Modersohn-Becker erneut aufeinander. Insgesamt 70 Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Drucke eröffnen im direkten Gegenüber überraschend neue Einblicke in die Bildwelten von zwei der bedeutendsten Pioniere der Moderne.

Henry Moore. Impuls für Europa
bis 19. März 2017 in Münster
LWL-Museum für Kunst und Kultur

40 Jahre nach seinem letzten Besuch in Münster zeigt das Museum Arbeiten aus allen Schaffensphasen des Künstlers: Plastiken, Skulpturen und Papierarbeiten legen das außergewöhnliche Schaffen und die davon ausgehenden Impulse dar. Neben Werken Moores zeigt die Ausstellung Arbeiten von Theo Balden, Willi Baumeister, Joseph Beuys, Michael Croissant, Karl Hartung, Bernhard Heiliger, Norbert Kricke, Markus Lüpertz, Brigitte Meier-Denninghoff, Toni Stadler und Hans Uhlmann. Auch Exponate von Künstlern, die Moore inspirierten und mit denen er sich austauschte, sind zu sehen: Hans Arp, Alberto Giacometti, Barbara Hepworth, Henri Laurens und Pablo Picasso.

Geschlechterkampf
bis 19.3.2017 in Frankfurt
Städel Museum

Edvard Munch (1863–1944) Asche, 1925 Öl auf Leinwand, 139,5 x 200 cm Munch Museum, Oslo Foto: Munch Museum

Edvard Munch (1863–1944) Asche, 1925 Öl auf Leinwand, 139,5 x 200 cm Munch Museum, Oslo Foto: Munch Museum

Die Frage nach der männlichen und weiblichen Identität ist von ungebrochener Aktualität. Das Städel Museum präsentiert in einer großen Sonderausstellung die prägnantesten künstlerischen Positionen zu diesem Thema von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges, darunter Franz von Stuck, Max Liebermann, Édouard Manet, Gustav Klimt, Edvard Munch und Frida Kahlo.

Surreale Sachlichkeit. Werke der 1920er- und 1930er-Jahre aus der Nationalgalerie
bis 23.04.2017 in Berlin
Sammlung Scharf-Gerstenberg

Heinrich Harry Deierling, Philadelphia (USA) 1894–1989 Berlin: Selbstporträt im Spiegel, 1929 Öl auf Leinwand, 88,5 x 67,5 cm | © bpk / Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Andres Kilger

Gemälde / Öl auf Leinwand (1929) von
Heinrich Harry Deierling [1894 – 1989]
Bildmaß 88,5 x 67,5 cm
(minimal beschnitten)
Inventar-Nr.: A IV 410
Person: Heinrich Harry Deierling [1894 – 1989], Deutscher Künstler
Motiv 2 von 2
Systematik:
Personen / Künstler / Deierling / Porträts, Artist: Heinrich Harry Deierling

„Surreale Sachlichkeit“ gibt es nicht – oder doch? Ausgehend von den Werken der Nationalgalerie, die über einen reichen Bestand aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen verfügt, wirft die Ausstellung einen neuen, durch den Surrealismus geschärften Blick auf das Phänomen der Neuen Sachlichkeit. Tatsächlich haben diese Kunstrichtungen mehr gemeinsam, als man zunächst vermuten möchte. Anfang der 1920er-Jahre waren sie nahezu zeitgleich in Frankreich und Deutschland entstanden: 1924 erschien das erste Manifest der Pariser Surrealisten. 1925 präsentierte die Mannheimer Kunsthalle die neuesten Tendenzen in der deutschen Kunst unter dem Titel „Neue Sachlichkeit“ – und schuf damit den Begriff für ein gesamteuropäisches Phänomen, das noch im selben Jahr als „Magischer Realismus“ bezeichnet wurde.

Ernst Ludwig Kirchner: Hieroglyphen
bis 26.02.2017 in Berlin
Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart

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Das Erlebnis der Großstadt, die „unmittelbare Ekstase“, erklärt Ernst Ludwig Kirchner, mündet bereits beim Zeichnen in „fertige Hieroglyphen“. Kirchner beschreibt mit diesem Begriff seinen Akt der künstlerischen Übersetzung. Die Vielfalt des Gesehenen und Erlebten erscheint in Kirchners Gemälden und Skulpturen nicht realistisch, sondern skizzenhaft überzeichnet. Figuren, Gebäude, Landschaften hat Kirchner abstrahiert, auf einzelne Elemente hin verdichtet. Die Rolle der Erzähler übernehmen oft sprechende Details wie Hüte, Schuhspitzen, Fensterlaibungen, Brückenbögen. Malerei erscheint in diesem Sinne wie ein System aus offenen Zeichen, aus Hieroglyphen.

DALÍ, ERNST, MIRÓ, MAGRITTE …
bis 22.1.2017 in Hamburg
Hamburger Kunsthalle
#SurrealeBegegnungen

Mit der groß angelegten Schau Dalí, Ernst, Miró, Magritte … präsentiert die Hamburger Kunsthalle über 200 teils nie gereiste Meisterwerke des Surrealismus aus vier der bedeutendsten europäischen Privatsammlungen des 20. Jahrhunderts. Gezeigt werden weltbekannte Ikonen wie das Mae-West-Lippensofa (1938) und ein vier Meter großer Paravant des jungen Salvador Dalí, geheimnisvolle Bildrätsel von René Magritte wie Reproduktion verboten (1937), poetische Formfindungen von Joan Miró und zukunftsweisende bildnerische Experimente von Max Ernst.

Neueröffnung der Dauerausstellung
Braunschweig
Herzog Anton Ulrich Museum

Die Dauerausstellungen des Herzog Anton Ulrich-Museums sind seit dem 23. Oktober 2016 wieder für Sie zugänglich. Rund 4000 Kunstwerke aus 3000 Jahren Kunstgeschichte erwarten Sie auf generalsanierten 4000 m² Ausstellungsfläche.

Hab ich noch gute Ausstellungen für Dezember vergessen, die man unbedingt gesehen haben sollte? Dann hinterlasst gern einen Kommentar mit dem Ausstellungstitel, der Laufzeit, dem Museum und dem Stadtnamen.🙂

#addart | Firmen öffnen ihre Türen…

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…und zeigen vom 17. bis 20. November 2016 in Hamburg ihre Kunstwerke.
Ich habe mir nie viele Gedanken darüber gemacht, aber in vielen Firmen hängen, stehen oder liegen wunderbare Kunstschätze. In erster Linie kannte ich dies aus den Sparkassen, die zum Teil sehr beeindruckende Sammlungen haben oder von der Regierung. Wenn die Bundeskanzlerin einlädt, entdeckt man durchaus das ein oder andere wunderschöne Kunstwerk in ihren heiligen Hallen.

Vor zwei Jahren war ich zum ersten Mal dabei, eine Freundin hat mich in Hamburg auf diese tolle Aktion aufmerksam gemacht. Unter dem Motto „add art“ Hamburgs Wirtschaft öffnet Türen für Kunst durfte ich mir damals schon Objekte bei der Hapag-Lloyd, einer Rechtsanwaltskanzlei und in einem weiteren Büro ansehen. Für jeden einzelnen Termin hatten wir uns im Vorfeld zeitig angemeldet, denn die Plätze sind begrenzt und heiß begehrt. Überall bekamen wir kleine Führungen und uns wurden die Objekte von den hauseigenen Kunsthistorikern, engagierten Experten oder von den Inhabern erläutert.

Ich finde diese Veranstaltung richtig großartig, sie findet einmal im Jahr in Hamburg statt und ich freue mich jedes Jahr auf sie. In diesem Jahr nehmen 18 Unternehmen an dem Event teil (u.a. ksp. Rechtsanwälte, LeMeridien Hamburg, Vattenfall, etc.) Neben den Firmen, die ihre Türen öffnen, gibt es aber auch eine Podiumsdiskussion am 19. November um 19 Uhr in der Handelskammer Innovation Campus zum Thema: „Künstler ins Management? Künstlerische Strategien als Beitrag zum Unternehmenserfolg“. Außerdem werden explizit Nachwuchskünstler in den Mittelpunkt gestellt.

Also liebe Hamburger und Nicht-Hamburger, dieser Termin (immer im November) sollte sich frühzeitig notiert werden und hier geht es zur –> Anmeldung.

Ich wünsche viel Spaß! (Mir hat es total viel Spaß gemacht auch die Büroräume zu sehen, in die man sonst vielleicht nie kommt.😉 )

addart

#artbookfriday | Ein Ausnahmekünstler: Steve McCurry

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Steve McCurry gehört für mich zu den absoluten Ausnahme Künstlern und Fotografen. Natürlich gibt es viele gute Fotografen, aber er gehört zur Spitzenklasse. Seine Fotos begeistern mich immer wieder aufs Neue. Zu Letzt habe ich das Fotobuch „The Iconic Photographs“ auf museumlifestyle von ihm vorgestellt, nun habe ich von Prestel das wunderbare Buch „Indien“ bekommen.

Steve McCurry - Indien

Steve McCurry – Indien

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Meine Gärten 2016 | #Lustwandeln

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Das Jahr 2016 begann im Februar mit einem wunderschönen Garten in Wien in dem ich die ersten intensiven Sonnenstrahlen des Jahres tanken konnte. Gemeinsam mit einer Freundin saß ich auf einer Parkbank und genoss das wunderbare Wetter. Nun schwelge ich ein wenig in meinen Erinnerungen und möchte Euch zwei wunderbare barocke Gärten vorstellen, die es mir in diesem Jahr angetan haben. Weiterlesen

#Backkultur | Kirsch-Schoko-Kuchen im Glas

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Nachdem mich mehrere Personen darauf angesprochen haben und ich endlich das Rezept wiedergefunden habe, wollte ich allen mein erprobtes Rezept für einen kleinen Kuchen im Glas zugänglich machen. Basis ist ein klassischer Marmorkuchen, der aber mit Kirschen und Schokolade ein wenig veredelt wurde. In einem Weckglas hält er sich zudem ein paar Tage länger (angeblich bis zu 3 Monate, das werde ich jetzt mal testen).

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