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Die beiden Ausstellungen in Düsseldorf im Museum Kunstpalast und im NRW-Forum stehen vollkommen im Zeichen der Fotografie.
In der Ausstellung von Andreas Gursky werden gigantische Werke gezeigt. Ich konnte lange vor einigen Werken verweilen, weil so viel auf den Bildern zu entdecken und zu erleben war.
Museum Kunstpalast beschreibt es folgendermaßen: „Das Werk des in Düsseldorf lebenden und arbeitenden, weltweit anerkannten Fotokünst­lers Andreas Gursky (*1955 in Leipzig) steht  innerhalb der zeitgenössischen Fotografie für eine Neubewertung des Realismus durch die konzeptuelle Inszenierung bzw. Bild­montage mit den Mitteln digitaler Technologie.“

Insgesamt werden 60 Werke gezeigt, die unterschiedliche Formate haben. Ebenso unterschiedlich sind die Themen seiner Werke. Mein Lieblingswerk ist „Katar“, 2012. Es wird ein großer goldener Raum gezeigt. Man fragt sich als Betrachter, was das wohl für ein Raum sein mag. Der Kurzführer klärt auf, es handelt sich um einen „riesigen Flüssiggas-Tank“, der zu Reinigungszwecken entleert wurde. Nach dem ersten überwältigendem Eindruck entdeckt man tatsächlich einen Menschen auf dem Bild und in dem Augenblick wird dem Betrachter bewusst, wie groß dieser Tank wirklich ist. Einfach beeindruckend!

Mir fehlten für einige Werke jedoch Erklärungen, so bei dem Titelmotiv. In dem Kurzführer wurde dies leider nicht beschrieben und auch an der Wand neben dem Objekt hing keine Erklärung. Ich habe zwar eine für mich persönlich gefunden, aber ich bin ein wenig unzufrieden damit. Aber der Katalog gibt bestimmt Aufschluss. – Hoffe ich einfach mal. Habe ihn nicht gekauft.

Schlicht und einfach: Rankin. Tolle Bilder, tolle Ausstellung. In dieser Ausstellung habe ich mich mal wieder verliebt – in wen? Was für eine Frage! James Bond natürlich. Oder anders ausgedrückt: Daniel Craig. Was für ein Bild, was für Augen. Aber das war nur eins von vielen großartigen Portraits. Meine Kollegin würde sofort für das Portrait von Ewan McGregor plädieren.
Besonders komisch und unterhaltsam waren die Selbstportraits vom Künstler – es mangelt ihm definitiv nicht an Ideen. So mangelt es in der Ausstellung jedoch an Informationen: keine Flyer, kein Ausstellungskatalog in dem Sinne, keine Postkarten.

Rankin ist einer der „einflussreichsten Beauty- und Celebrity-Fotografen“. Die Ausstellung ist „entlarvend, schockierend, amüsant und verführerisch. Sie zeigt den Glanz seiner Celebrity-Portraits, den Schweiß und die Sinnlichkeit seiner erotischen Arbeiten, den Humor und die Verschmitztheit seiner provokativen Selbstbildnisse, die Intimität seiner Tuuli-Reihe – einer Portraitserie seiner Frau, dem Model Tuuli Shipster, oder seinen Kooperationen mit Stylisten und Künstler, wie Damien Hirst.“

Bei beiden Ausstellungen muss man natürlich nicht alles mögen. Die Hälfte der Bilder sprach mich an, die andere Hälfte weniger. Ändert nichts an der Tatsache, dass es beides großartige Fotografen sind!
Weder bei Rankin noch bei Gursky gab es Postkarten. Schade, denn das wäre das Einzige gewesen, was man sich hätte leisten können und was wirklich toll gewesen wäre.

NRW-Forum

Museum Kunstpalast