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Art Institute of Chicago

Treppenhaus

Diese Vielfalt musste ich erst mal verdauen. So viel Kunst unter einem Dach, das war einfach gigantisch. Deutschland hat zwar auch viele große Museen, aber die amerikanischen Museen sind (sei es gefühlt oder tatsächlich) einfach unendlich riesig. Gefüllt mit vielseitigen Objekten, sodass man als Besucher oftmals gar nicht so recht weiß, wo man eigentlich anfangen soll. Ich beginne mit dem größten Kunstmuseum, welches ich in Chicago entdeckt habe. Mein einwöchiger Urlaub in einer fantastischen Stadt wurde zu einem regelrechten Museumsurlaub! Man ‚versackt‘ quasi in den Museen oder um es ein wenig eleganter auszudrücken, die Unendlichkeit der atemberaubenden Werke reißt einen mit sich, sodass Zeit ein belangloses Wort wird. Man spürt gar nicht wie sie verstreicht und ist überrascht, wenn man freundlich gebeten wird, dass Museum zu verlassen, weil es schließt. Zeit ist in diesen Museen einfach relativ. Was ist schon ein vierstündiger Spaziergang durch ein Museum?
Dabei ist das längere Verweilen vor einem Werk nicht eingeplant. Was ist, wenn man ein tolles Werk ‚übersieht‘?
Man sieht quasi vor lauter Kunst das einzelne Kunstwerk nicht mehr!

Sculpture Court

Es stellt sich beinahe die Frage nach Qualität oder Quantität?

Zum Glück gibt es am Eingang einen Visitor Guide, der einem diese Entscheidung abnehmen kann. Das Heft mit den Besucherinformationen ist klasse, denn direkt auf der 2. Seite gibt es das kleine aber wichtige Kapitel „What to See in an Hour“. Zwölf Objekte (von Gerhard Richter, über Picasso, Chagall, Grant Wood, van Gogh, El Greco bis hin zu einem sitzenden Buddha oder der Venus de Milo with Drawers von Dalí) werden dem Besucher vorgeschlagen inklusive Wegbeschreibung, damit man die kürzesten Wege durch das Museum dorthin findet und alles in einer Stunde schafft.

VisitorGuide

Ich habe mich für eine Mischung entschieden. Einige Abteilungen/Galerien habe ich ausgelassen, weil es mich weniger interessierte, durch andere bin ich ein zweites Mal gegangen, weil es beeindruckend war.

Die Abteilungen des Museums:
Photography, Thorne Miniature Rooms, Paperweight Collection, Architecture and Design, Textiles, Indian, Southeast Asian and Himalayan Art, Chinese, Japanese and Korean Art, Prints and Drawings, Indian Art of the Americas, African Art, Greek, Roman and Byzantine Art, American Art before 1900, American Decorative Arts 1920-1970, Film, Video and New Media, Architectural Fragments, American Folk Art, European Art before 1900, Impressionism, European Decorative Arts, Arms and Armor, American Modern Art 1900-1950, Architecture and Design, Contemporary Art 1945-1960, Contemporary Art after 1960, European Modern Art 1900-1950, Contemporary Sculpture.

Man muss einfach Prioritäten setzen oder sich dort einschließen lassen oder dort wohnen und eine Jahreskarte besitzen.

Griffin Court

Besonders beeindruckend waren die vielen van Goghs nebeneinander. Ich glaube, so viele habe ich noch nicht auf einen Haufen gesehen, wenn es sich nicht gerade um eine Sonderausstellung handelte. Aber wenn es so viele sind, kann man dann den Wert des einzelnen Objektes noch schätzen? Diese Frage stellte sich immer wieder, weil man stets vom nächsten Objekten abgelenkt wird und immer weiter durch die Räume gezogen wird.

Wer nach Chicago reist und sich ein wenig für Kunst interessiert, sollte unbedingt dieses Museum besuchen! Es ist für jeden etwas dabei.

Eingang des Art Institute of Chicago

The Art Institute of Chicago