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Dinge, die aus unserem Alltag verschwinden

Der Aufruf zur Blogparade von Sebastian Hartmann zum Thema „Dinge, die aus unserem Leben verschwinden“, ist ein herrlicher Anlass über den Alltag mit seinen Gebrauchsgegenständen nachzudenken. Anders als anscheinend bei Sebastian, war ich erst gestern in „meiner“ Videothek. Heutzutage leihe ich mir keine Videos mehr aus, aber überhaupt noch in eine Videothek zu gehen, scheint ein 90er Jahre Ding zu sein.

Was sind denn Dinge, die aus meinem Leben verschwinden?
Die Videothek ist es nicht. Glanzbilder sind es auch nicht, denn die haben wir bei der Arbeit! (Ein richtig guter Museumsladen!) Mein Stickeralbum fällt mir in dem Zusammenhang noch ein, anscheinend wurde es Opfer meines letzten Umzuges. Also, was ist es?

Gespräche mit meinen jüngeren Kollegen lasse mich oft zusammenzucken, wenn fragende Augen auf mich gerichtet sind und sie nicht verstehen, wenn ich von „Hart aber herzlich“ fasel. Gut, Serien verschwinden – „Hart aber herzlich“ bleibt, jeden Wochentag um 17.10 Uhr gibt es gleich zwei Folgen auf ZDFneo. Was ich tatsächlich nie wieder gesehen habe ist die Serie „Falcon Crest“.

Ganz klar, oben auf meiner Liste stehen Consolenspiele: der Gameboy und die NES. Meine NES – voll funktionsfähig – ist als Dauerleihgabe auf Reisen. Mein Gameboy befindet sich an einem geheimen Ort, stets einsatzbereit.😉 Auch an dieser Stelle muss ich betonen, dass es sich nicht um den Gameboy color handelt, sondern der graue Klotz, alles in schwarz weiß (oder grau in grau). Gameboy

Wie schnell die Technik voran schreitet, sieht man auch anhand dieses Telefons. Für mich ist dieses Modell noch selbstverständlich. Um ehrlich zu sein, bin ich noch mit dem Vorgänger vertraut, damit meine ich nicht das grüne Modell… Kennt ihr noch die alten grauen Telefone mit Wählscheibe? Verschwunden. Weg sind sie aus unserem Alltag. Ersetzt durch Smartphones.
Telefon

Spiele – viele Spiele, die ich aus meiner Kindheit noch kenne, gibt es tatsächlich noch. Oft bekommen sie einfach eine neue Verpackung. Zeitgemäß!
Mensch ärgere Dich nicht

Verwundert war ich auch über diese Verpackung:
Lego System

Als großer Freund der Weihnachtszeit und Weihnachten, habe ich einen Rundgang durch die Sonderausstellung „Weihnachten. Ein Fest im Wandel“ im Freilichtmuseum am Kiekeberg gemacht. Mit Blick auf Dinge, die aus unserem Alltag verschwinden, bin ich auch manchmal erleichtert, dass sie verschwinden. In der Ausstellung entdeckt man viele Weihnachtsbäume, die unterschiedlich geschmückt sind. Unter anderem gibt es ein Exemplar, dass doch sehr an die 80er erinnert: Der Weihnachtsbaum mit Lametta!
Lametta
Ich muss sagen, ich bin froh, dass diese Art der Deko zumindest aus meinem weihnachtlichen Alltag verschwunden ist.😉 Umso trauriger ist es, dass es eine andere Art der Deko kaum noch zu finden gibt:
Baumschmuck
Leckere selbstgebackene Kekse, die früher im Baum hingen – weg. Gut, auch wenn es sie noch gäbe, wären sie bei mir schnell weg. – Einfach aufgefuttert.

Es gibt viele Dinge, die einfach aus unserem Leben verschwinden:
– die besten Nussschnecken in meiner Heimat
– Rollschuhe (nicht Inlineskater)
– der kleine Tante-Emma-Laden von nebenan
– die Möglichkeit auf der Straße zu spielen
– und vieles mehr…

Was zum Glück noch da ist: Das Büdeken, Kiosk, Trinkhalle, Bude oder wie man die kleinen lebenswichtigen Einrichtungen auch nennen mag!😉

Nicht alle Veränderungen sind schlecht – und wie es mit dem Leben so ist, es verändert sich permanent. Dinge verschwinden und andere erleben ein Revival. (Ich setze auf die Kekse am Weihnachtsbaum!)

Frohe Weihnachten!