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Jippi! Ich habe ein neues Blogstöckchen gefangen. Ich gebe es zu, ich liebe Blogstöckchen. Oft verfolge ich dann den Weg, wo es eigentlich her kommt. Mir wurde es vom Archäologischen Museum Hamburg zugeworfen, die wiederum haben es von Tanja Praske aufgefangen, sie von Anke von Heyl aka Kulturtussi. Elf Impulsfragen – eine „Hirnlockerungsübung“ laut Wibke Ladwig. Also massiere ich meine Schläfen, trinke noch einen Schluck Tee und los geht es: Ich habe mir überlegt, dass ich jede Frage mit einen kurzen Text und einem Bild beantworten möchte. Das führt auch schon direkt zur ersten Frage.

1. Wer bist Du?
Eine große Frage, die ich klein beantworte: Mein Name ist Wera. Text und Bild, das sind meine Hobbies, meine Leidenschaften und glücklicherweise auch mein Job.
Text und Bild, das sind...

2. Wo arbeitest du und was sind die Schwerpunkte eurer Sammlung?
Ich arbeite im Freilichtmuseum am Kiekeberg, dort bin ich im Bereich Marketing+PR tätig. Da der Themenschwerpunkt des Museums darin besteht, das damalige Leben in der Lüneburger Heide und der Winsener Marsch ab dem 17. Jahrhundert zu zeigen und zu vermitteln, gibt es viele außergewöhnliche Dinge zu sehen. Außergewöhnlich bedeutet im Vergleich zu einem Kunstmuseum, dass es sich nicht um Bilder oder Skulpturen in klimatisierten Räumen handelt, sondern um alte Bauernhäuser, Alltagsgegenstände oder auch Traktoren.

Altes Fischerhaus im Freilichtmuseum am Kiekeberg

Altes Fischerhaus im Freilichtmuseum am Kiekeberg

3. Was ist das besondere an deiner Arbeit?
Das Besondere ist, dass ich mein Hobby zu meinem Beruf machen kann. Einerseits liebe ich es zu schreiben und zu fotografieren, andererseits organisiere ich gern Veranstaltungen. Dies alles lässt sich auch noch wunderbar mit dem Bereich Social Media verbinden. Meine Arbeit ist also sehr abwechslungsreich.
Fotografieren

4. Was sind, im Job, deine großen „Baustellen“.
Meine große Baustelle nennt sich „Erzählfest am Kiekeberg“. Neben der Medienarbeit plane ich einen Aktionstag (31. August 2014 – ich zähl auf Euch😉 ). Ich habe das Glück, einen ganz neuen Aktionstag ins Leben zu rufen. Unter Aktionstagen verstehen wir im Museum besondere Tage, die einem bestimmten Thema gewidmet sind, zum Beispiel einen riesigen Pflanzenmarkt mit über 100 Ausstellern, ein 50er Jahre Oldtimertreffen, einen Tag rund um alte Spiele namens Spielzeit! und mein Erzählfest, wo das gesprochene Wort im Mittelpunkt steht. Da bekommt Storytelling eine ganz neue Bedeutung für mich.

Erzählen, erzählen, erzählen

Erzählen, erzählen, erzählen

5. Was machst Du in 10 Jahren?
Spontan fallen mir viele Begriffe ein. Es gibt einige Aufgaben, die mich reizen.
Hoffentlich arbeite ich weiterhin in einem Museum, wo ich eigene Ideen entwickeln und umsetzen kann.
Ein kleines Brainstorming ergab folgendes:
Frage5

6. Was verstehst Du unter Kultur?
„Das ist ein weites Feld“, würde Theodor Fontane jetzt wohl sagen. Unter Kultur wird oft die Hochkultur verstanden (im Gegensatz zur Alltagskultur), also Musik, Bildende Künste, Literatur und die darstellenden Künste. In der Alltagskultur geht es eher um Bräuche, Gewohnheiten und Gegenstände des Alltags. Ich verbinde mit Kultur die Möglichkeit, etwas Neues zu lernen – also kulturelle Einrichtungen, aber auch die Möglichkeit, selbst Kultur zu betreiben und zu schaffen. Aber ich denke, ich schließe mich Fontane an, „das ist ein weites Feld“.
Ein weites Feld-3569

7. Wie wichtig sind für dich die Möglichkeiten von Social Media?
Die Möglichkeiten von Social Media sind enorm, man kann viele Menschen erreichen. Natürlich darf man dabei nicht vergessen, dass es auch eine Menge Arbeit ist. Gerade im Museumsbereich kann über diese Art der Kommunikation auch der Bildungsauftrag erfüllt werden. Menschen bekommen neue Zugänge zu Wissen. Ich begrüße es, wenn Museen einen Blog betreiben und über Projekte, Ausstellungen, Arbeiten im Hintergrund oder über Artefakte, Gemälde oder Skulpturen berichten. Es ist so gesehen das Herz in der Social Media Welt. Man darf ausführlicher werden. Bei Facebook hören die meisten Nutzer nach drei Zeilen auf, weiterzulesen. Twitter bietet von vornherein nur 140 Zeichen. Dies sind eher Werkzeuge, um die eigentlichen Inhalte zu streuen. Ich stelle das bei mir auch oft fest, wenn mich eine Schlagzeile bei Twitter anspricht, dann lese ich auch den dazugehörigen Artikel. Trotzdem möchte ich auf die Papier-Ausgaben nicht verzichten. Ich mag das Rascheln, das Überfliegen von Seiten, spontanes Hängenbleiben und den Duft. Für mich sind die klassischen Medien genauso wichtig wie die Neuen Medien! Die Mischung macht es. (Außerdem freue ich mich jedes Mal riesig, wenn ich eine Pressemitteilung von mir in der Zeitung wiederfinde.)🙂
Neue Medien vs Klassische Medien-0222

8. Wie technikaffin bist Du und wo setzt Du sie ein?
Der Umgang mit Technik und die Einarbeitung in neue Entwicklungen, sowohl als Konsument sondern auch als Produzent von Inhalten, ist für mich Teil des Alltags. Neue Technologien verändern fortlaufend die Art, wie wir mit unserer Umwelt, unseren Mitmenschen in Kontakt treten. Es ist spannend zu verfolgen, welche neuen Möglichkeiten sich hieraus ergeben, sowohl ganz privat aber natürlich auch für die Öffentlichkeitsarbeit und den Kontakt zu (neuen) Besuchergruppen.
Dabei versuche ich, den Einsatz von Technologie kritisch zu hinterfragen und die richtigen Kommunikationsmittel für unterschiedliche Aufgaben zu finden. Die sozialen Medien bieten gute Gelegenheiten, Aufmerksamkeit auf besondere Ereignisse zu lenken.
technikaffin-0217

9. Warum ist dir das vermitteln von Geschichte wichtig?
Ich habe auf Lehramt studiert habe, mir ist generell die Vermittlung wichtig. Hinter jedem Kunstwerk, Fundstück oder Bauwerk verbirgt sich meist eine spannende Geschichte. Ich höre gern meinen Kollegen aus den Museen zu – ich liebe Anekdoten zu Objekten. Museen bieten einen unerschöpflichen Fundus an Objekten und folglich an Hintergrundinformationen, aber es benötigt Wissenschaftler, die sie aufbereiten, Zusammenhänge erkennen und vermitteln. Neben wissenschaftlichen Publikationen bieten Blogs eine hervorragende Plattform der Vermittlung.

Das Archäologische Museum Hamburg gibt in der Ausstellung einen Einblick in ein Depot. - Manche Menschen sehen nur Objekte, ich frage mich, welche Geschichten verbergen sich dahinter?

Das Archäologische Museum Hamburg gibt in der Ausstellung einen Einblick in ein Depot. – Manche Menschen sehen nur Objekte, ich frage mich, welche Geschichten verbergen sich dahinter?

10. Welche Ideen hast du, um jungen Menschen Museen wieder schmackhaft zu machen?
Das wichtigste ist Begeisterung. Zum einen muss man selbst die Begeisterung mitbringen, zum anderen muss man Menschen damit anstecken – egal ob jung oder alt. Junge Menschen im Speziellen sollte man eher aktiv einbinden. Konkrete Ideen? Da ich dieses Blockstöckchen vom AMH gefangen, denke ich natürlich an das Thema Hammaburg. Wie sah die Hammaburg möglicherweise damals aus? Das könnte ein spannendes Kunstprojekt sein. Eventuell werden diese Arbeiten in der Ausstellung oder im Web gezeigt. Andererseits könnte man auch zu einem allgemeinen Thema arbeiten und Schüler zu Reportern machen, die Ihre Berichte und Beiträge über das Museum auf dem Blog veröffentlichen dürfen. Partizipation ist ein Aspekt, der immer mehr in den Vordergrund rückt.

Digital Natives - Menschen, die mit den Neuen Medien aufgewachsen sind

Digital Native – Menschen, die mit den Neuen Medien aufgewachsen sind

11. Welche ist deine Lieblingsepoche und warum?
Es kommt auf den Vermittler an, mein alter Geschichtslehrer konnte mir alle Epochen schmackhaft machen. Ebenso geht es mir mit Museen – ich finde viele Museen toll! Es kommt oft auf die Präsentation und Vermittlung an, dann kann ich mich für alle Zeitschnitte und Objekte begeistern.

Kleine Auswahl an Faltblättern von Ausstellungen der vergangenen Jahre. Für viele nehme ich weite Wege in Kauf, leider schaft man es trotzdem nicht immer, sich alle anzusehen.

Kleine Auswahl an Faltblättern von Ausstellungen der vergangenen Jahre. Für viele nehme ich gern weite Wege in Kauf, leider schaft man es trotzdem nicht immer, sich alle anzusehen.

Jetzt habe ich so viel geschrieben, das wollte ich gar nicht. Viel zu viel!!! Das liest kein Mensch bis zum Ende durch.😀 So viel zum Thema „kurz“! Bravo!
Danke für das wunderbare Blogstöckchen!
best-blog.jpg

Aber ich werfe das Stöckchen weiter mit 11 Impulsfragen an das fantastische archicoutureLAB:

  1. Wer bist Du?
  2. Was bedeutet archicoutureLAB?
  3. Wie bist Du auf die verschiedenen Themen in Deinem Blog gekommen?
  4. Hast Du schon einen Lieblingsartikel in Deinem Blog? Wenn ja, welchen und warum?
  5. Da Dein Thema u.a. Design ist, welches ist momentan Dein Lieblingskleidungsstück?
  6. Was bedeutet Dir Design?
  7. Welchen schmucken Hingucker würdest Du Dir zulegen, wenn Du frei wählen könntest?
  8. Vor welcher Aufgabe stehst Du gerade? Was sind Deine nächsten Themen?
  9. Wenn Du jemanden mit einem Satz vom Bloggen überzeugen müsstest, welcher wäre das?
  10. Woher holst Du Dir Deine Inspirationen?
  11. Latte Macchiato oder Galão? Oder weder noch?