Schlagwörter

, , , , , ,

Feuerbachs Musen – Lagerfelds Models
21. Februar bis 15. Juni 2014

Kunsthalle-

Die Hamburger Kunsthalle zeigt bis zum 15. Juni 2014 die Ausstellung „Feuerbachs Museun – Lagerfelds Models“. Bei meinem Besuch habe ich mich auf die Fotos von Karl Lagerfeld sehr gefreut. Mit Anselm Feuerbach verband ich bislang nur einzelne Werke und hatte ehrlich gesagt keine Ahnung von seinem Œvre.

Die Ausstellung handelt von „Anmut, Erotik und der Verehrung von Musen und Models, indem sie Gemälde von Anselm Feuerbach mit noch nie gezeigten Photographien von Karl Lagerfeld zusammenführt“, so die Hamburger Kunsthalle.

Karl Lagerfeld ist wohl der bekannteste Modeschöpfer, Designer und Fotograf. Die Mode, die er entwirft empfinde ich tatsächlich als schön, ich würde sie auch als klassisch bezeichnen. Seine Fotografien waren mir bislang nicht so bekannt. Ich hatte mir im vergangenen Jahr auf ARTE unter anderem die Doku „Karl Lagerfeld – Ein Portait – Lebensskizzen“ angeschaut und war von seinen Skizzen total begeistert. Ich hatte fast gehofft, Skizzen oder ähnliches zu sehen und keine Fotografien.

Aber es kam wie es kommen musste, in der Hamburger Kunsthalle werden schwarz-weiß Fotografien im Großformat gezeigt. Eigentlich sind die Models von Lagerfeld sehr nett anzusehen, aber der Bilderzyklus „Moderne Mythologie“ traf nicht so richtig meinen Geschmack. Meine Freundin und ich einigten uns: Die „Kuschelrock-Ästhetik“ war nicht unser Fall.

IMG_20140227_182859

Also ging es weiter zu den Werken von Anselm Feuerbach (1829-1880). Da ich keine Ahnung von Feuerbach hatte, war ich begeistert einen Film zu entdecken. Ohne nachzulesen, um was es sich für einen handelte, stürmte ich den kleinen Raum und versank in den bequemen Sesseln. Ich war überrascht, denn dort wurde keine klassische Doku gezeigt, sondern „Das unsterbliche Anlitz“ ( von Géza von Cziffra, 1947, 100 Minuten). Vermutlich war schon über die Hälfte des Filmes gezeigt worden, aber ich blieb auch prompt über 15 Minuten drin sitzen und beschloss, dass ich den Film auf jeden Fall zu Hause noch mal in ganzer Länge sehen muss! Großartig! Ich bekam einen Einblick in das Leben des Künstlers. Danach betrachtete ich die Werke von Nanna mit anderen Augen. Ich war regelrecht entzückt.

Insgesamt hatte ich andere Erwartungen an die Ausstellung. Meine Enttäuschung bezüglich der Werke von Lagerfeld haben die Werke von Feuerbach wieder wettgemacht.

Im Museum Folkwang findet noch bis zum 11. Mai 2014 die Ausstellung „Karl Lagerfeld. Parallele Gegensätze – Fotografie – Buchkunst – Mode“ statt. Ich denke, dass mir diese Ausstellung mehr zugesagt hätte. Darum folgt als nächstes ein Reblog – denn das ArchicoutureLAB hat die Ausstellung unter die Lupe genommen!