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Nach vier Sessions mit dem Schwerpunkt Museum dachte ich mir, ich bin mal ganz verwegen und setze mich in eine Session rein, wo ich nicht recht verstehe, worum es eigentlich geht. Auf zu Frank ins Wunderland.

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5. Session: Ab in Franks Wunderland

Unter dem Motto „Das neue #Rabbithole für Wunderland“ fragte ich mich schon, ob er uns gleich auch alle mit Alice anspricht. Ehrlich gesagt, ich kam mir auch ein wenig wie Alice vor. Mir stellte sich nach wenigen Minuten die Frage: Wo bist Du hier denn „rein geraten“? Titel = Antwort: Ich verschwand im #Rabbithole.

stARTcamp München 2014 digitales.weiter.denken

stARTcamp München 2014
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Mit gefangen mit gehangen. Wie kommt der Nutzer zu einem Produkt, ohne dass er jemals wieder davon die Finger lassen kann? Zum Beispiel: Das Smartphone, jeder der mal eins in der Hand hielt, will es auch nicht mehr hergeben. Das ist dann das Kaninchenloch, aus dem man nicht mehr rauskommt.

Exklusivität, Belohnung, Gamification, Community… der Suchtfaktor (wie Schokolade)

Ich bekam eine wunderbare Marketingeinführung – war es wirklich eine Marketingeinführung? Ich weiß es nicht, es war witzig, man hat etwas gelernt, man will gleich mehr! Kurzum: Frank weiß sich selbst hervorragend zu vermarkten. Er hat mich mit zwei ausgezeichneten Eigenschaften gefangen: HUMOR und WISSEN! Ein unbezahlbares Kombination!

Statt Schokolade als Suchtmittel warf er noch ein weiteres Beispiel in den Raum: Luftpolsterfolie! Jeder lachte, aber Frank hatte Recht. So! Denn JEDER lässt diese Folie zerplatzen, genüsslich zerdrückt man die kleinen Kissen und freut sich wie blöde auf das nächste Kissen, man ist auch nicht in der Lage aufzuhören. Ich selbst bin für zig zerstörte Luftpolsterfolien verantwortlich, ich gebe es zu. Bei jedem Päckchen, das ich erhalte, denke ich: Hoffentlich ist Luftpolsterfolie drin! Natürlich, völlig bescheuert, aber woran liegt es?

stARTcamp München 2014 digitales.weiter.denken Frank Tentler: Das neue #Rabbithole für #Wunderland

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Frank Tentler: Das neue #Rabbithole für #Wunderland

Es ist die Sucht. Die Luftpolsterfolie ist ein gutes Suchtmittel.😉 Wenn ich das weiterspinne, denke ich an gute Geschichtenerzähler, Menschen, denen man ewig zuhören könnte, weil sie schön und rund erzählen, Geschichten ausschmücken und man sich heimlich wünscht, sie mögen nie enden. So erging es mir auch bei Harry Potter, ich wünschte, die Geschichte hätte nie geendet. Die Sucht oder um es weniger drastisch darzustellen die Bindung an ein gutes Produkt ist die hohe Kunst der Vermarktung.

Museen haben viele Geschichten auf Lager, sie benötigen gute Geschichtenerzähler! Und damit ist man bei einem der wesentlichen Begriffe gelandet, die immer wieder durch die Museumslandschaft treiben: Storytelling. Ja, Menschen lieben gute Geschichten, Klatsch und Tratsch. Schreibt Eure Geschichten gut auf, sprüht einen Hauch frisches Parfüm drauf und macht eine rote Schleife drum. Wer kann da noch widerstehen?😉

Also, bleiben wir beim Rabbithole, springen wir rein und tauchen ab ins Wunderland.

Danke Frank, es war mir eine große Freude Dir zuzuhören! Mit „exklusiven“ Grüßen aus dem Norden PS: Von dem Stichwort „Gamification“ will ich gar nicht sprechen! Frank, alles was Du dazu sagtest: DU HAST RECHT!!! Die Welt braucht keine weitere langweilige App! Museen schon gar nicht. Viele vergessen den Spaß- und Spiele-Faktor. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Lese-/Buchtipp: „Hooked: How to Build Habit-Forming Products“ von Nir Eyal.