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Pott-Kultur pur!

Henrichshütte Hattingen - Nachtschicht im Museum

Henrichshütte Hattingen – Nachtschicht im Museum

Die Henrichshütte liegt im beschaulichen Hattingen. Bewohner des wirklich schönen Städtchens erklärten mir, dass Hattingen die Perle des Ruhrgebietes sei. Angesichts der beeindruckenden Altstadt und der zahlreichen Fachwerkhäuser nicht verwunderlich. Aber wie fast jede Stadt im Pott ist auch diese durch beeindruckende Industriebauten gekennzeichnet.

Also führte mich mein Weg direkt in die Henrichshütte Hattingen – ohne Umwege, zack hin. Das Besondere an dem Besuch war, dass die ehemalige Hütte bis 23 Uhr geöffnet hatte. Ich nutzte die Gunst der Stunde – der blauen Stunde, um genau zu sein – um ein paar wunderbare Aufnahmen von dem bunt beleuchteten Industriegebäude zu machen und dem Weg der Ratte zu folgen.

Programm der Henrichshütte Hattingen: Nachtschicht

Ein buntes und abwechslungsreiches Programm der Henrichshütte Hattingen: Nachtschicht

Weg der Ratte? Jau! Auf diese Weise erfuhr ich viel über die Produktion von Eisen und Stahl und über die Hütte selbst: 1854 wurde die Henrichshütte nämlich gegründet, bis 1987 floss in der Hütte das heiße Eisen. Damals war die Hütte der wichtigste Arbeitgeber in Hattingen. Rund 10 000 Menschen arbeiteten dort. Nun dient das ehemalige Industriegelände als Anschauungsobjekt. Auf meinem Rundgang las ich, wie das Eisen seinen Weg nahm. Der Weg der Ratte erklärt Kindern (und mir) auf einfache Weise, wie so eine Hütte funktioniert. – Hab ich jetzt auch verstanden, dank der Erklärungen für Kinder.😉

Auf der Weg der Ratte erfährt man, wie Eisen entstand.

Auf der Weg der Ratte erfährt man, wie Eisen entstand.

Damals wichtigster Arbeitgeber – heute ein Museum. Um genau zu sein einer von insgesamt acht Standorten des LWL-Industriemuseums: Zeche Zollern in Dortmund, Zeche Nachtigall in Witten, Zeche Hannover in Bochum, Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop, TextilWerk in Bocholt, Ziegeleimuseum in Lage und Glashütte Gernheim in Petershagen gehören ebenfalls dazu. (Check! Vier von acht gesehen. Was bedeutet, es liegen noch so einige Besuche vor mir. Oh, Du schöner Pott, ich komm zurück!)

Es hat wirklich Spaß gemacht, auf dem Gelände zu fotografieren. Ihr sieht hier eine kleine sehr expressionistische Auswahl meiner Bilder. – Herzlichen Dank an Frau Spänhoff, dass ich dort fotografieren durfte.

Die nächste Nachtschicht findet am 10. Oktober statt! Der Eintritt kostet 10 Euro – inklusive tollem Programm und Führung!

Bis zum 9. November ist außerdem noch die Ausstellung „Stahl und Moral“ zu sehen.

Öffnungszeiten des Museums
Di – So, 10-18 Uhr
freitags, 10-20 Uhr

Eintritt
4 Euro Erwachsene
2,50 Euro Ermäßigte

Das Museum bietet viele interessante Workshops, Führungen und weitere Veranstaltungen, nachgucken lohnt sich!

Und wer jetzt noch nicht genug vom Pott hat, dem lege ich den herrlichen Blog von Juli ans Herz: heimatPOTTential. Muss man lesen! Pott-Bewohner sowieso und alle anderen auch.🙂