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Da steht ein Drache am Jungfernstieg!

Drache am Jungfernstieg - China Time 2014

Drache am Jungfernstieg – China Time 2014



CHINA TIME Hamburg 2014

Jo, kann man machen, aber warum? Irgendwann fand ich eine Werbekarte „Hamburg: China ganz nah“ hieß es darauf, „mit großem Kulturschwerpunkt und zahlreichen Veranstaltungen vom 4. – 23. November 2014“. Gut, ich habe also offensichtlich alles verpasst. FAST alles!

Hamburg: China ganz nah CHINA TIME 2014 4.-23.11 Hamburg

Hamburg: China ganz nah
CHINA TIME 2014
4.-23.11 Hamburg

Den Höhepunkt habe ich dann doch noch gesehen!

Besonderes Highlight von CHINA TIME Hamburg 2014 ist die Ausstellung „Secret Signs – im Namen der Schrift“, die vom 8.11.2014 – 8.2.2015 in der Sammlung Falckenberg in Hamburg-Harburg stattfindet. Sie widmet sich dem Thema Schrift, das gleichzeitig das Leitthema der diesjährigen CHINA TIME festsetzt. 38 renommierte Künstler wie Ai Weiwei, Xu Bing und Gu Wenda zeigen Positionen, die Kalligraphie als kulturelle Wurzel des Landes und Kontrast zum globalisierten China darstellen. Mit dieser von den Deichtorhallen konzipierten Ausstellung zeigt Hamburg eine der größten Schauen chinesischer zeitgenössischer Kunst in Europa. Sie findet in Kooperation mit der Sammlung Sigg und dem Museum M+ statt, Hongkongs vielbeachtetes Museum für zeitgenössische Bildkultur, das vom Architektenbüro Herzog & de Meuron gestaltet wurde.

In der Sammlung Falckenberg am Eröffnungswochenende zu "Secret Signs"

In der Sammlung Falckenberg am Eröffnungswochenende zu „Secret Signs“

Am Eröffnungswochenende (8. November) stürmte ich mit hundert (wenn nicht tausend) anderen Menschen in die Sammlung Falckenberg. Bei jedem Besuch bin ich aufs Neue von den Räumlichkeiten entzückt.

Drachenperformance Turmoil von Yuan Gong.  Aufführung am 8. November 2014 in der Sammlung Falckenberg zur Eröffnung der Ausstellung "Secret Signs"

Drachenperformance Turmoil von Yuan Gong.
Aufführung am 8. November 2014 in der Sammlung Falckenberg zur Eröffnung der Ausstellung „Secret Signs“

Am Eröffnungstag gab es ein buntes Programm: Führungen, Performances und und und. Mich hat die Ausstellung sehr fasziniert, weil es anders war. Eine mir fremde Kultur traf auf mein Weltbild, es entstand Verwirrung, weil ich einfach die chinesischen Schriftzeichen nicht lesen konnte. Folglich konnte ich erstmal nur sagen, ob die Zeichen an sich schön sind. Für mich sind chinesische Zeichen sehr mystisch, ich verbinde eine laaaaange Kulturgeschichte damit und dann hört es auch schon auf. Denn ich habe keinen blassen Schimmer von der Kultur im fernen Osten.

ZHANG Huan, „Family Tree“, 2000, Farbfotografie, 127 x 102 cm (Detail) © ZHANG Huan, courtesy M+ Sigg Collection. By donation

ZHANG Huan, „Family Tree“, 2000, Farbfotografie, 127 x 102 cm (Detail) © ZHANG Huan, courtesy M+ Sigg Collection. By donation

Großartig finde ich das Werbeplakat, das in der ganzen Stadt zu sehen ist. Es handelt sich dabei um das zweite Bild aus einer Serie namens „Family Tree“ von ZHANG Huan (2000). Vor diesen großformatigen Farbfotografien stand ich sehr lang. Unzählige Schriftzeichen auf dem Gesicht aufgetragen, bis nichts mehr von der eigenen Haut zu sehen ist – schön und verstörend zugleich.

Die Ausstellung „Secret Signs – Zeitgenössische chinesische Kunst im Namen der Schrift“ ist noch bis zum 8. Februar in der Sammlung Falckenberg in Hamburg-Harburg zu sehen.

Öffnungszeiten
Samstag und Sonntag
12 bis 17 Uhr

Eintritt
Normal: 10 Euro
Ermäßigt: 7 Euro

Führungen
Samstag und Sonntag
13 und 15 Uhr
(keine Anmeldung erforderlich!)

Kleiner Tipp: Eine Führung in der Sammlung lohnt sich immer! Das kostenlose Angebot sollte man wirklich nutzen.

Zu guter Letzt noch zwei Blogtipps:
1. Blog der Deichtorhallen (aktuell mit einem interessanten Interview von Uli Sigg über die chinesische Gegenwartskunst)
2. Bambooblog Hamburg. Asien.China und die Welt – Reiseblog (Faszinierende Reiseberichte aus dem fernen Osten von Ulrike Hecker)