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Wie Ihr anhand meines letzten Posts bereits sehen konntet, verschlug es mich am 14. und 15. November nach Frankfurt zur Bloggerreise. Unter dem Hashtag #fmus15 traten Blogger aus Deutschland und Frankfurt die Reise in das Historische Museum Frankfurt an, die zu diesem Ereignis einluden.

Ich stieg in den Zug und schon Begann das Abenteuer, noch vor Hannover streikte der Zug, der Stromabnehmer war hin und wir fuhren zurück in den nächsten Bahnhof: Uelzen. Ich mag den Bahnhof von dieser kleinen Stadt sehr, weil es ein wunderschöner Ort ist. Der Bahnhof wurde von dem Künstler Friedensreich Hundertwasser umgebaut wurde. Er gehört meines Erachtens zu den schönsten Bahnhöfen in ganz Deutschland. Mit seinen bunten Farben und geschwungenen Formen muntert er mich irgendwie immer wieder auf.

So begann meine Reise mit dem ersten architektonischen Augenschmaus. Leider verpasste ich aufgrund der Verspätung die Baustellenführung des historischen museums frankfurt. Die verfolgte ich dann via Twitter im Zug. In Frankfurt angekommen führte mich mein Weg ins Hotel. Atemberaubend, anders kann ich das Jumeirah nicht beschreiben. Mein Zimmer befand sich in der 23. Etage und ich hatte eine fantastische Aussicht. Das Hotel ist Luxus pur. Die Suiten waren optimal geschnitten mit einem großen Wohnraum, einem sehr bequemen Bett und einem tollen Bad mit Duschartikeln von Wolfgang Joop. Über das Hotel haben wir auf museumlifestyle ausführlich gebloggt.😉

Die architektonische Reise führt mich weiter ins MMK 2. Das MMK 2 ist das Museum für Moderne Kunst, das sich im Taunus Turm befindet. Mitten im Bankenviertel wird die Sammlung auf 2000 Quadratmetern im 2. OG gezeigt. Bis zum 14. Februar ist dort die Sonderausstellung von Kostas Murkudis zu sehen. Michelle war bereits vor ein paar Wochen in Frankfurt hat schon über die Ausstellung auf berichtet.

Frankfurt von oben aus dem Jumeirah Hotel

Frankfurt von oben aus dem Jumeirah Hotel

Nach einer leckeren Tasse Kaffee im Museumscafé ging es abends mit einer abenteuerlichen Führung durch das Bahnhofsviertel weiter. Ein angeblich hippes Viertel, das „im Kommen ist“. Wenn man sich die Schlagzeilen zu diesem Thema durchliest, scheint das Bahnhofsvierteil stark in der Diskussion zu stehen. „Heroinkonsum als Performance“, „Das Bahnhofsviertel bleibt dope“, „Der Anti-Gentrifizierer vom Bahnhofsviertel“ etc. Mir hat die Führung weniger gefallen – nicht weil das Thema eine schwere Kost war, sondern weil ich mich in Frankfurt überhaupt nicht auskenne. Ich hätte gern mit den Grundlagen zur Stadtgeschichte begonnen. Um über die Stadtentwicklung und Drogenpolitik einer Stadt zu sprechen, müsste ich mehr von der Stadt wissen, um mich darüber qualifiziert zu äußern.

Das  MMK 2 im Taunusturm

Das MMK 2 im Taunusturm

Am zweiten Tag besuchte ich das kinder museum frankfurt, das sich direkt an der Haltestelle „Hauptwache“ befindet. Es liegt auf einer Zwischenebene und ist somit optimal verkehrstechnisch angebunden.

kinder museum frankfurt an der Hauptwache

kinder museum frankfurt an der Hauptwache

Eine architektonische Herausforderung hingegen war das „museum angewandte kunst“. 2013 wurde das Museum wieder eröffnet. Der Schwerpunkt des Museums liegt auf Design, Mode und Performatives. Aktuell ist dort die Ausstellung „MODE BEWEGT BILD. The Fashion Film Effect“ zu sehen. Wir bekamen eine Führung zur Architektur des Museums. Insgesamt besteht das Museum aus vier Gebäudeteilen. Drei Gebäude sind wie ein L angelegt, sie wurden 1985 eingeweiht. Das vierte Gebäude ist die Villa Metzler, sie ist mit den anderen Gebäuden durch einen Glassteg verbunden. In der Mitte der vier Gebäude befindet sich ein Innenhof. Während man durch das Museum schlendert, weiß man nie so genau, ob man sich eigentlich innen oder außen befindet. Die Architektur ist ein Kunstwerk an sich, dem viel Raum zugestanden wird. So werden die Wände des Hauses nicht bespielt! Keine Beschriftungen befinden sich an den Wänden, dies zieht natürlich Probleme wie die Orientierung nach sich. Man arbeitet im Museum u.a. mit Aufstellern. Insgesamt ist das Museum sehr lichtdurchflutet. Die großen und vielen Fenster bieten herrliches Tageslicht in den Ausstellungsräumen (vermutlich oft zum Leidweisen der Kuratoren, denn nicht alle Objekte mögen Tageslicht). 2013 wurde das Museum umgebaut, Einbauten wurden entfernt und nun kann der Besucher wieder die ursprüngliche Idee des Architekten Richard Meiers nachempfinden: „lichtdurchflutete Räume, die ineinander greifen und den Ausblick auf den Park und den Fluss gewähren.“

Mit dem Besuch im museum angewandte kunst endete auch schon meine Reise, ich sprintete zum Bahnhof über eine der wunderbaren Brücken, guckte mir noch mal die Skyline an und stieg in den nächsten Zug Richtung Norden.

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Die Reise nach Frankfurt wurde von den historischen museen frankfurt organisiert und finanziert. Die Bloggerreise #Fmus15 fand vom 14.-15. November 2015 statt.