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Es ist jetzt schon über drei Wochen her, da lud das Archäologische Museum Hamburg (AMH) zum Social Media Abend ein. Anlass war die Sonderausstellung „Ausgegraben. Harburg archäologisch“. Im Mittelpunkt standen dabei natürlich die ausgegrabenen Funde der Harburger Schlossinsel und der Harburger Schloßstraße. Die Ecke kenne ich sehr gut, weil sie sich gar nicht so weit von meinem Wohnort befindet. Also Grund genug ein wenig mehr über die Geschichte des eigenen Wohnortes zu erfahren.

Ich raffte mich also an einem Montagabend von meinem Sofa auf, zog mir meine Schuhe an und wanderte auf die andere Straßenseite. Dort legte ich meine Sachen wieder ab und fühlte mich gleich wieder wie zu Hause. Viele bekannte Gesichter! Nette Gespräche und eine super Führung von Herrn Suchowa. Wenn man in einem Museum an einer Führung teilnimmt oder gar eine Führung bucht, hängt alles von dem Menschen ab, der die Führung gibt. Mit dieser Person fällt und steht ein Museumsbesuch. Ich habe an zahlreichen Führungen weltweit teilgenommen, entweder die Menschen sind begeistert und stecken einen ein oder man fragt sich hinterher wofür man das Geld ausgegeben hat. Leider ist mir das schon oft genug passiert (in diversen Städten und Museen). Dann kommt der Moment, wo ich mich immer richtig über die Museen ärgere.

Im AMH stand unserer Gruppe ein Überzeugungstäter gegenüber. Herr Suchowa brannte für seine Arbeit, seine Themen und seine Grabungsstätten. Ich mein, wer kann mit voller Begeisterung über Fundstücke in der Kloake berichten? Dieser Mann hat uns die älteste Gelenkschere in Deutschland als den heißen Scheiß verkauft und die Gelenkschere war auf mal das „BOAAAA“-Objekt! Das passiert nur, wenn man jemanden an seiner Seite hat, der für diese Objekte eine Leidenschaft innehat und weiß, wovon er spricht. Da die Führung extremst kurzweilig war, kam ich kaum zum Twittern. Ich gehöre dann zu der Sorte, dass ich mich so sehr auf das Gehörte konzentriere, dass ich nebenher nicht twittern kann. Also lauschte ich den Worten und den kurze und kurzweiligen Ausführungen von Herrn Suchowa.

Drei Wochen später – woran kann ich mich noch erinnern? Harburger trugen anderen Schmuck als Hamburger (ja, an dieser Stelle trenne ich jetzt mal die Bewohnergruppen Hamburgs.) Denn dazwischen befindet sich nun mal die Elbe, eine Tatsache. Hat sich im Vergleich zu heute etwas geändert?😉 Ich denke nicht. Wobei damals ging es schlicht um das Material, während die reichen Hamburger bereits hochwertigen Schmuck besaßen, sah das in Harburg vor „ein paar Jahren“ noch ganz anders aus. Zum Glück ist heute der Sprung über die Elbe nicht mehr ganz so groß – sollte man zumindest meinen.😉 Eine weitere Erkenntnis der Fundstücke ergab, dass die Harburger damals gern Bier tranken. (Ein Gespräch mit einem Wissenschaftler im Hamburg Museum lehrte mich bereits, dass es damals – vor ein paar Jahrhunderten – schon viele Brauereien in Hamburg gab.) Dies wurde im Rahmen der Führung dann noch mal fix anhand der zahlreichen Krügen bestätigt.

Nach dem Rundgang ging es in den gemütlichen Teil über mit wunderbaren Gesprächen und vielen netten Leuten!

Einen herzlichen Dank an das AMH-Team für die Einladung!

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