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Vom 29. Juli bis 12. August 2017 findet das MS ARTVILLE in Hamburg statt. Ich habe bereits vom MS DOCKVILLE zuvor gehört, aber Artville war für mich neu. Dabei findet diese Veranstaltung bereits seit zehn Jahren statt. Also habe ich mich auf den Weg gemacht, mir die Kunst unter freiem Himmel auf dem Gelände zwischen Industrie und Natur in Wilhelmsburg anzusehen.

Zugegeben, ich war ein wenig zurückhaltend mit meinen Erwartungen, denn schließlich habe ich erst vor ein paar Wochen die Skulptur Projekte gesehen und damit war die Messlatte schon ziemlich hoch. Aber ich wurde überrascht, das Gelände ist groß, aber nicht riesig, insgesamt stellten 21 KünstlerInnen ihre Werke vor und ich war total begeistert. Die Objekte waren toll beschrieben und für mich sehr zugänglich. Es war kein abstrakter Wissenschaftskram, sondern aktuelle Themen, die in den Raum gestellt wurden (im wahrsten Sinne).

Das Gelände hatte seinen Charme, Wiesen, Bäume, kleine Ecken und Nischen machten den gesamten Ort sehr gemütlich und man entdeckte auch manchmal zufällig hinter einem Busch ein tolles neues Objekt. Passend dazu lautete auch das diesjährige Thema „Oasen“. Die Umsetzung ist wirklich gut gelungen. Auf dem gleichen Gelände fand ein paar Tage zuvor der Vogelball statt. Ein mir völlig unbekanntes Event! Aber die Veranstaltung muss ein Klassiker sein. Ebenfalls auf dem Gelände ist das Lüttville, ein kreatives Sommercamp für Kinder. Und um alles ad absurdum zu führen, gibt es noch das daughterville, ein Festival für Jugendliche. Wie grandios ist das denn bitte? Jede Altersgruppe hat dort sein eigenes kleines Festival! Ich bin noch immer hin und weg und ganz entzückt. Wie bereits erwähnt, findet dort natürlich auch das große MS Dockville statt. Das Gelände bietet eine wunderbare Kulisse für die großen und kleinen Konzerte und die Kunst.

Wir haben heute für den Rundgang etwa eine Stunde benötigt und ich bin an dieser Stelle ehrlich, ich war wegen eines einzigen Künstlers da: Darko Caramello. Ist der Name nicht toll? Aber das Objekt „Abweg“ ist eifnach fantastisch. Ich hatte es in der Zeitung gesehen, dann bei Instagram und für mich stand fest, dass muss ich im Original sehen. Als ich dann noch die vielen anderen tollen Objekte war, stand für mich fest, die Fahrt nach Wilhelmsburg hat sich gelohnt und momentan grübel ich ein wenig, ob ich dieses kleine Kunstfest nicht schöner als Münsters Skulpturen fand. Ich bin selbst von dieser Überlegung überrascht. Der Vorteil von MS Artville ist, alles ist auf einem Platz, man muss keine Objekte großartig suchen, bei Sonnenschein war es dort so idyllisch, es gab zu Essen und zu trinken und man konnte sich zwischendurch einfach auf eine der zahlreichen Sitzmöglichkeiten niederlassen oder auf einem Container über das Gelände schauen.

MS ARTVILLE

Nun folgen ein paar Impressionen, die ich von mitgebracht habe. Viel Spaß beim Durchstöbern der Bilder!

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